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Saarbrücken. Frauen machen oft trotz besserer
Ausbildung schlechter Karriere als Männer. Warum? Dazu
ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig. So das Ergebnis
einer Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung in Saarbrücken.
"Gut gebildet und dann doch in die Karriere-Sackgasse?",
hieß das Thema. Unter Leitung der Moderatorin Marion
Bredebusch diskutierten sechs Frauen auf dem Podium: Professor
Doris Krumpholz (Fachhochschule Düsseldorf), Isabel Beuter
vom Kompetenzzentrum für Frauen in Wissenschaft und Forschung
in Bonn, Sabine Dillmann (Bundesagentur für Arbeit),
Marion Esch von der Europäischen Akademie für Frauen
in Politik und Wirtschaft in Berlin und Elke Ferner (SPD),
Mitglied des Bundestages.
Tipps für die gut ausgebildeten Frauen gab es an dem
Abend genug. "Tu Gutes und rede drüber", so
der Rat der Organisationspsychologin Krumpholz. Frauen sollten
endlich aufhören, Pickel zu kriegen, wenn sie über
sich selbst reden müssten. "Klappern" gehöre
auch für Frauen heute zum Geschäft. "Und glauben
Sie nicht daran, dass Qualität sich sowieso durchsetzt
und Ihr Chef Ihnen den Traumjob anbietet", sagte Krumpholz.
Eine strategische, weniger emotionale Auseinandersetzung mit
der Karriere bringe da viel weiter. "Riesenchancen"
sieht Marion Esch gerade jetzt für Frauen.
Wo in vielen gesellschaftlichen Bereichen wichtige Weichen
gestellt würden, sollten Frauen sich für ihre Belange
energisch in die Diskussion einmischen. In der Vernetzung
untereinander sieht Isabel Beuter Potenzial für das Weiterkommen
von Frauen. Denn eigene Erfahrungen hätten belegt: Frauen
in Netzwerken arbeiteten erfolgreicher. Negativrekord in Deutschland
bezüglich Frauen im Top-Management: In der Telekommunikation
gibt es keine, in den 100 größten deutschen Firmen
ebenfalls nicht und bei den 30 Dax-notierten Unternehmen gerade
mal eine Frau im Top-Management. Imageaufbesserung für
die naturwissenschaftlichen Berufe für Mädchen und
Frauen sei wichtig, meint Sabine Dillmann.
wt
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