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Dudweiler. (ai). Kompetente Vertreter der Landeshauptstadt
waren in den letzten Tagen im Stadtbezirk Dudweiler unterwegs,
um im Vorfeld der Gemeinschaftsinitiative "Urban II"
im Rahmen von Informationsveranstaltungen Projektideen und
Vorschläge zu sammeln.
Die Europäische Union fördert mit diesem Projekt
innovative Strategien für die wirtschaftliche -und soziale
Wiederbelebung von kleineren und mittleren Städten oder
Stadtvierteln. Die Stadt Saarbrücken hat im November
einen Programmantrag eingereicht, der mittlerweile von der
EU-Kommission zur Prüfung angenommen worden ist. Damit
hat das Programmgebiet Dudweiler/Herrensohr/Jägersfreude
- um dieses dreht es sich bei dem Programmantrag - schon einigermaßen
gute Karten. Mit einer Entscheidung ist noch im ersten Halbjahr
2001 zu rechnen. Das voraussichtliche Fördervolumen der
EU liegt bei 9,913 Millionen Euro (rund 20 Millionen DM);
das Projekt läuft bis 2006.
Im Bürgerhaus Dudweiler war das Podium mit Oberbürgermeister
Hajo Hoffmann, Bezirksbürgermeister Heinz Schmidt, Verwaltungsdezernent
Dr. Wolfgang Bahr und Guido Freidinger, dem Leiter des Amtes
für Wirtschaftsförderung und kommunale Arbeitsmarktpolitik,
besetzt. Die Moderation hatte, wie später auch in Herrensohr,
Marion Bredebusch.
In dieser ersten Phase der Bürgerbeteiligung ("Wir
wollen die Bürger in die Programmentwicklung einbeziehen")
ging es um die Definition des neuerlichen EU-Projekts, um
eine Darlegung der Bezuschussungskriterien und um die "Stoffsammlung"
vor Ort, die dann in weiteren Zusammenkünften bis Ende
April "sortiert, quer verbunden und verdichtet"
werden sollen zu einem Gesamtprogramm.
Weder die Dudweilerer noch die Herrensohrer ließen
sich lange bitten, ihre Ideen in das Förderprogramm einzubringen.
Die Vertreter der großen Sportvereine meldeten Anlagen,
die aus Eigenmitteln nicht in optimalem Zustand gehalten werden
können, und sehen sich damit im Bestreben, die Jugend
von der Straße weg zu bekommen, gehandikapt. Ein Sportplatz
wurde für den Bau einer Halle angeboten, die auch für
Behinderte geeignet ist. Die ÖPNV-Anbindung via Saarbrücken
durch das Sulzbachtal bzw. über die bestehende Bahnstraße,
sprich Saarbahn, wurde sowohl in Dudweiler wie in Herrensohr
angesprochen.
Verbesserungsvorschläge gab es auch für die Stadtmittebebauung
und die Fußgängerzone. Der Stadtpark wurde in die
Diskussion gebracht, ebenso das Problem der Kostendeckung
bei größeren kulturellen Veranstaltungen, falls
das Sportzentrum nicht geöffnet wird. Defizite gibt es
offensichtlich auch im Freizeitangebot für die Jugend
und bei den Wohn- und Arbeitsangeboten für erwachsene
Geistigbehinderte.
In Herrensohr führte der Wunsch nach einem "Dorfgemeinschaftsraum"
die Prioritätenliste an; es gibt bereits Bau- und Finanzierungspläne.
Wieder aufgegriffen wurde die Idee der Umgestaltung des abhanden
gekommenen Marktplatzes und die Realisierung eines Freizeitparks
unter Einbeziehung des Festplatzes und der anschließenden
Weiheranlage ("Mollenweiher") bis hin zur Grühlingstraße.
Man sprach von einer Art "Seniorenakademie", schnitt
- wie erwähnt - das Thema "Saarbahn durch das Sulzbachtal"
an und brach gar eine Lanze für den "Alten Markt"
in Dudweiler, den man auch in "Kaltnaggisch" alles
andere als attraktiv findet.
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