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Saarbrücker Zeitung, 30.06.2003

Bezirzen statt Baggern

Elf Männer und Frauen lernten beim "SZ" Flirtseminar, wie man gekonnt Kontakt aufbaut

Rosenkavaliere - Zwei Abende widmeten sie sich ganz dem Flirt: (von links nach rechts) Sami Romani, Yvonne Deutsch, Carsten Brill, Seminarleiterin Marion Bredebusch, Thorsten Hoffmann und Jeanette Heitz. Foto: Maurer

Saarbrücken. "Wusstest du, dass Indianer und Polen die besten Liebhaber sind? Übrigens, mein Name ist Winnetou Dobrowski ..." Wer so flirtet, ist eindeutig auf dem Holzweg. Die Saarbrücker Kommunikationstrainerin Marion Bredebusch hat für die "SZ" die 10 wichtigsten Flirt-Regeln zusammen gefasst.

Regel 1: Denke positiv! Nicht: Das klappt sowieso nicht, sondern: Das klappt bestimmt. Und denke daran, meistens gilt: Nur wer nicht suchet, der findet. Also immer schön locker bleiben.

Regel 2: Die richtige Gelegenheit abpassen. Es gibt kaum etwas Schlimmeres als zwei Frauen, die voller Spaß zu zweit miteinander quatschen, aus ihrem Gespräch zu reißen. Das wird nichts!

Regel 3: Achte auf die Körpersprache, denn die sagt mehr als tausend Worte. Weiß man sie richtig zu deuten, kann man sich einige unnötige Fragen und Fettnäpfchen ersparen.

Regel 4: Blickkontakt aufnehmen, aber nicht starren, sondern für einen kurzen Moment in ihren/seinen Augen versinken. Schaut er oder sie öfter zu dir? Dann kann der nächste Schritt kommen.

Regel 5: Ein Lächeln wirkt Wunder!

Regel 6: Flirten heißt flirten und ist keine blöde Anmache! Also keine Sprüche wie: "Wusstest du, dass Indianer und Polen die besten Liebhaber sind? Übrigens mein Name ist Winnetou Dobrowski".

Regel 7: Sei authentisch, also natürlich und du selbst. Versuche nicht, Sprüche zu bringen, die nicht zu dir passen - wie zum Beispiel: "Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick - oder muss ich nochmal vorbei gehen?" Sondern: Drücke alles in deinen eigenen Worten aus.

Regel 8: Sei spontan. Eingeübte Sprüche sind zwar manchmal witzig, aber Sätze, die sich aus der Situation heraus ergeben, sind viel wirksamer.

Regel 9: Versuche, ein lockeres, kurzes Gespräch zu beginnen. Zerbrich dir aber bloß nicht über den ersten Satz eine halbe Stunde lang den Kopf. Dann ist der Zauber des Augenblicks verflogen und der Erfolg sehr wahrscheinlich auch. Sprich über Situationsbezogenes (etwa die lange Warteschlange an der Kasse, die Musik im Club). Aber rede nie zu viel - wenn das Herz flattert, fallen einem entweder keine Worte ein oder wir neigen zu Monologen. Beides schlecht!

Regel 10: Sei mutig und nutze die Gelegenheiten. Ohne Mut hilft alles nicht. Und: Von Misserfolgen auf keinen Fall deprimieren lassen - dann war's eh nicht der oder die Richtige für dich.

 

 

 

 

 

 

 

 

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