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Schüler mit Hauptschulabschluss sind oft benachteiligt, wenn sie sich um
einen Ausbildungsplatz bewerben. Um ihre Startchancen zu erhöhen, nahmen 3
Mädchen und 7 Jungen aus der Klassenstufe 8 vom 16. bis 18. März an einem
Bewerbungs- und Coolnesstraining in der Jugendherberge in Dreisbach teil.
Unterstützt wurde diese Veranstaltung durch das Programm LOS - Lokales
Kapital für soziale Zwecke. Die Jugendlichen wurden von Rektor Werner Hillen
begleitet.
Schon kurz nach der Ankunft beginnt das dreitägige Seminar. Der Freitag
steht unter dem Thema Bewerbung und Bewerbungstraining. Marion Bredebusch
ist die Referentin und Trainerin dieses Tages. Zur Unterstützung hat sie
eine Praktikantin, Judith Rachel, mitgebracht. Beide helfen den Schülerinnen
und Schülern, ihr eigenes Qualitätsprofil zu erstellen, Stärken und Schwächen
zu erkennen, Voraussetzungen für die richtige Berufsfindung. Positive und
negative Beispiele für Lebenslauf und Bewerbungsschreiben werden diskutiert,
bevor sich jeder Teilnehmer einem Bewerbungsgespräch unterziehen muss, das
auf Video aufgenommen wird, um typische Fehler ausfindig zu machen. "Diese
8 Stunden gingen sehr schnell vorbei", meinte Daniel, "und wir haben viel
gelernt."
Da auch die Freizeit bei einer solchen Maßnahme nicht zu kurz kommen soll,
stand am Abend noch eine Wanderung zur 6 km entfernten Cloef auf dem Programm.
Mit Taschenlampen ausgestattet wird der Rückweg zu einer Nachtwanderung, die
viel Spaß macht.
"Fitnesstraining zum Cool bleiben", heißt das Trainingsprogramm für die
beiden folgenden Tage, das Frau Barbara Gawlita-Penninger mit den Jugendlichen
durchführt. Die Schüler werden in der Wahrnehmung anderer Personen geschult,
Rollenspiele schließen sich an. Die verschiedenen Schritte der Selbstverteidigung
werden theoretisch erarbeitet, anschließend praktisch geübt. Wie reagiere ich
auf provozierendes Verhalten? Lasse ich mich zur Marionette machen? Wie gehe an
provozierenden Personen vorüber? Wie entgehe ich Provokationen? Dies sind nur
einige Fragen, die die Schüler sehr stark motivieren, Lösungen zu finden.
Am Sonntagabend erhalten die Jugendlichen zwei Zertifikate, die ihnen die
Teilnahme an diesen Kursen bescheinigen. Diese können sie nun zukünftig ihren
Bewerbungen beifügen, wodurch sich ihre Chancen beim Start ins Berufsleben
verbessern dürften.
Ein Gastbeitrag des Rektors Werner Hillen
Die Maßnahme "Fit werden für den Start ins Berufsleben" ist ein Mikroprojekt
im Rahmen des Programms "LOS - Lokales Kapital für soziale Zwecke" im Förderzeitraum
2006/07. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der EU gefördert.
Der Europäische Sozialfonds ist der Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung
durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmensgeistes, der
Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investitionen in die
Humanressourcen.
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