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Der saarländische Unternehmerinnen-Stammtisch
ist eine gemeinsame Initiative des Wirtschaftsministeriums,
der Industrie- und
Handelskammer, der Handwerkskammer, des UP-Unternehmerinnen
Potenzial im Saarland e.V. und des Landesverbandes Deutscher
Unternehmerinnen.
Frauen reden, Männer handeln? Marion Bredebusch und
Martin Conrath, beide Institut-GMK, gaben Tipps zum besseren
Verständnis im Unternehmen.
Beim
14. Unternehmerinnenstammtisch im Park-Cafe wurde viel gelacht.
Nicht nur dank der wie immer unterhaltsamen Moderation von
Marie-Elisabeth Denzer, sondern auch aufgrund der humorvollen
Verfolgung der Frage, ob Frauen reden und Männer handeln
und wie diese Kommunikationsformen einem Unternehmen nutzen
können.
Dr. Anselm Römer, Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik,
Standortaufwertung im Ministerium für Wirtschaft und
Arbeit, zitierte zur Begrüßung Loriot, nach dessen
Meinung Männer und Frauen einfach nicht zusammen passen.
70-80 Prozent der Konflikte am Arbeitsplatz seien geschlechtsbedingt,
machten Marion Bredebusch und Martin Conrath vom Institut
für Gender, Moderation und Kommunikation gleich die Dimension
deutlich.
Das Team, das ein Schauspiel in 8 Akten vorbereitet hatte,
führte die anwesenden Unternehmerinnen und interessierten
Männer kurzweilig durch die Welt der Kommunikation von
Frauen und Männern. So spielten sie vor, wie eine Unternehmerin
in einer Sitzung unterbrochen wird und schließlich ihre
Idee erst aufgegriffen wird, als ein Mann diesen Vorschlag
macht.
Sie machten an vielen Beispielen klar, dass Männer eine
Berichtssprache und Frauen eine Beziehungssprache sprechen.
Was will mir die andere Person sagen, hören Frauen heraus.
So macht die Geschäftspartnerin einen Bericht für
ihren Geschäftspartner fertig nachdem er ihr lediglich
sein zeitliches Dilemma schilderte, und dieser freut sich,
dass sie Gedanken lesen kann. Umgekehrt darf sie sich nicht
wundern, wenn ihre indirekten Botschaften nicht dazu führen,
dass der Mann, mit dem sie das Unternehmen leitet, erahnt,
was sie gerne möchte.
Dies war die wichtigste Botschaft an diesem Abend. Es ginge
nicht darum, Männer zu verändern oder ihre Sprache,
sondern eine Unternehmerin müsse sie sprechen und verstehen
können. Wer in ein anderes Land fahre, versuche auch
nicht, die Sprache dort zu ändern. Und gleichzeitig haben
beide Sprachen ihre Berechtigung es ginge nicht darum,
die eine aufzuwerten oder die andere abzuwerten. Wer aber
beide sprechen könne, sei klar im Vorteil, vor allem
beim Umgang mit Kundinnen und Kunden.
Da sei es wichtig, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse
einzugehen und nicht etwa beim Kauf eines Dienstwagens nur
mit dem Mitarbeiter der Unternehmerin zu kommunizieren.
Marion Bredebusch und Martin Conrath wollten in dieser halben
Stunde bewusst Muster aufzeigen und dies ging nicht ohne Typisierungen.
Wichtig war ihnen auch, dass diese Beschreibungen dem Rollenrepertoire
von Unternehmerinnen nicht mehr gerecht werden. Das Team legte
großen Wert darauf, dies immer wieder zu betonen: Denn
sonst wären sie keine Unternehmerin, sagte Marion
Bredebusch.
Wie wichtig dies dem Publikum war, zeigte der große
Applaus auf den Redebeitrag einer Teilnehmerin, die auch auf
die Veränderungen hinwies. Gleichzeitig zeigten drei
Unternehmerinnen in ihren Wortbeiträgen auf, wie aktuell
und zutreffend die Beschreibungen sind, wenn z.B. die Unternehmerin
mit ihrem Mann gleichberechtigt das Unternehmen leitet, aber
immer nur zählt was er sagt oder die Fahrschullehrerin
besser mit den Männern zurecht kommt und die Kommunikationstrainerin
andere Strategien entwickelt, wenn sie ein Gespräch mit
einer männlichen oder weiblichen Unternehmensleitung
führt
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