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Am 21. September 2003 feierte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer
Frauen im Saarland wird 30-jähriges Bestehen im Rahmen
einer Matinée.
In der Stadthalle Dillingen trafen sich Frauen, die in den
vergangenen drei Jahrzehnten die Arbeit der SPD-Frauen geprägt
hatten, aber auch politische Prominenz. So gehörten unter
anderem der Landesvorsitzende Heiko Maas, sein Stellvertreter
und DGB-Chef Eugen Roth sowie der Bürgermeister der Stadt
Dillingen, Erwin Planta, zu den Gratulanten.
Maas und Planta standen dann auch in Talkrunden Rede und
Antwort. Für beide war es unstrittig, dass die AsF in
der Partei eine wichtige Rolle einnimmt: nämlich die
Vertretung der Belange der Frauen und die Verwirklichung der
Geschlechtergerechtigkeit in der SPD.
Dass dies immer noch nötig ist, war auch Ergebnis des
Talks. Neben einigen Anekdoten aus den letzten 30 Jahren wurde
die Notwendigkeit der Quote auch 15 Jahre nach ihrer Verabschiedung
deutlich gemacht. Noch immer sitzen zu wenig Frauen in den
ersten Reihen der gesellschaftlichen Rangordnung, noch immer
gibt es vielfältige Karrierehindernisse für Frauen,
"noch immer fehlt es an Chancengleichheit zur Vereinbarkeit
von Beruf und Familie, noch immer werden Frauen auch bei gleicher
und gleichwertiger Arbeit schlechter entlohnt als Männer",
so Sabine Fischer-Theobald.
Wie vor 30 Jahren geht es AsF auch heute noch um die chancengleiche
Umverteilung von Arbeit, Einkommen und Macht zwischen den
Geschlechtern.
"Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche
überwinden " - dieser Satz aus dem Berliner Programm
ist noch nicht zu umfassenden Lebenswirklichkeit geworden.
Er ist nach wie vor politischer Auftrag einer Partei, die
der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität verpflichtet
ist - inzwischen unter Anwendung des Gender-Main-Streaming-Prinzips,
das, frei übersetzt, Geschlechtergerechtigkeit zum Maßstab
allen politischen Handelns erhebt.
Der musikalische Rahmen der Matinée - mit Gabriele
Bernstein und Liedern aus der Frauenbewegung sowie der Mädchenband
des Diakonischen Werkes " Femmale " - war ein weiteres
Highlight.
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