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Vorwärts, 12/03 - 01/2004,
Ausgabe: 12/1, Seite 61

30 JAHRE ASF IM SAARLAND

Der Talk: Die ehemaligen AsF-Vorsitzenden Dr. Brunhilde Peter, Roswitha Hollinger und Elke Ferner mit der amtierenden Landesvorsitzenden Sabine Fischer-Theobald (v.l.n.r), moderiert von Marion Bredebusch (2.v.l.).

Am 21. September 2003 feierte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Saarland wird 30-jähriges Bestehen im Rahmen einer Matinée.

In der Stadthalle Dillingen trafen sich Frauen, die in den vergangenen drei Jahrzehnten die Arbeit der SPD-Frauen geprägt hatten, aber auch politische Prominenz. So gehörten unter anderem der Landesvorsitzende Heiko Maas, sein Stellvertreter und DGB-Chef Eugen Roth sowie der Bürgermeister der Stadt Dillingen, Erwin Planta, zu den Gratulanten.

Maas und Planta standen dann auch in Talkrunden Rede und Antwort. Für beide war es unstrittig, dass die AsF in der Partei eine wichtige Rolle einnimmt: nämlich die Vertretung der Belange der Frauen und die Verwirklichung der Geschlechtergerechtigkeit in der SPD.
Dass dies immer noch nötig ist, war auch Ergebnis des Talks. Neben einigen Anekdoten aus den letzten 30 Jahren wurde die Notwendigkeit der Quote auch 15 Jahre nach ihrer Verabschiedung deutlich gemacht. Noch immer sitzen zu wenig Frauen in den ersten Reihen der gesellschaftlichen Rangordnung, noch immer gibt es vielfältige Karrierehindernisse für Frauen, "noch immer fehlt es an Chancengleichheit zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, noch immer werden Frauen auch bei gleicher und gleichwertiger Arbeit schlechter entlohnt als Männer", so Sabine Fischer-Theobald.

Wie vor 30 Jahren geht es AsF auch heute noch um die chancengleiche Umverteilung von Arbeit, Einkommen und Macht zwischen den Geschlechtern.

"Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden " - dieser Satz aus dem Berliner Programm ist noch nicht zu umfassenden Lebenswirklichkeit geworden. Er ist nach wie vor politischer Auftrag einer Partei, die der Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität verpflichtet ist - inzwischen unter Anwendung des Gender-Main-Streaming-Prinzips, das, frei übersetzt, Geschlechtergerechtigkeit zum Maßstab allen politischen Handelns erhebt.

Der musikalische Rahmen der Matinée - mit Gabriele Bernstein und Liedern aus der Frauenbewegung sowie der Mädchenband des Diakonischen Werkes " Femmale " - war ein weiteres Highlight.

 

 

 

 

 

 

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