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Wer den Kopf nicht hebt, kann die Sterne nicht sehen.
Aus Armenien

Guten Tag,

haben Sie schon einmal eine Zeitreise gemacht?

Ganz recht, ich meine natürlich real – danach komme ich zur gedanklichen!

Mir ging es jedenfalls letztes Wochenende so: 25 Jahre Abi - und so viel vergessen – wie das bloß wird? Ich kenne niemanden mehr – das ist doch Vergangenheit!

Schon in der Vorbereitung hatte ich mitgeholfen meine Erinnerungslücken etwas aufzufüllen, indem ich alte Fotos einscannte für – und langsam kamen sie – die Erinnerungen. War das nicht … , und die, mit der hatte ich doch – und in Kiel, wie wir die Parallelklasse in der 10 in Laboe besuchten und meine Klasse beschloss, früher abzufahren als besprochen und ich in aller Ruhe mit meinen Freundinnen aus der b rumhing während mich alle suchten … und dann doch noch den passenden Bus bekam, indem ich ihn einfach anhielt, bevor die anderen an der Haltestelle zustiegen … und so nach und nach kamen alle Geschichten wieder.

Und genau so war es am letzten Samstag. Nachdem mir am Anfang selbst die Namen von denjenigen nicht einfielen, die ich wirklich hätte kennen sollen und auch durchweg 5 Mitschülerinnen den ganzen Abend ein Rätsel für mich blieben, ob sie wirklich in meiner Stufe waren (wir waren immerhin mal 120) war es spätestens um 4 Uhr morgens nach 50maligem erzählen von meinen Kindern und was ich sonst noch so mache so, als ob es gestern wäre.

Das Mosaik hat sich nach und nach gefüllt und plötzlich waren mir alle wieder vertraut – alles kam wieder – und es war wie gestern. Natürlich aus einer rosaroteren Brille, denn mit der oder jenem hätte ich mich früher vielleicht nicht so gut unterhalten – doch die besonders coolen sonderten sich natürlich trotzdem ab – wie eh und jeh. Und wieder war mir auch das so egal!

Kennen Sie das auch? So im klassischen mittleren Alter, also zwischen 35 und 50 ;o) blicken wir gerne zurück – bis dahin haben wir mehr nach vorne geschaut. Wer von Ihnen jünger ist, kann sich darauf freuen, es kommt irgendwann - und es macht auch Spaß, so viel Spaß wie das Stufentreffen, bei dem ich vorher nicht wusste, ob ich überhaupt zwei Stunden durchstehe oder mich irgendwann heimlich verabschiede.

Rückblicke sind hilfreich, denn sie zeigen uns, wo und was wir wie und warum gelebt haben – sie zeigen uns gleichzeitig, wo wir jetzt stehen – und wenn wir sie nutzen zu überlegen, wie es weiter gehen soll, wird die Vergangenheit wieder ganz besonders wertvoll.

Wie passt da die Gegenwart hinein – es gibt viele Ratgeber die sagen, wir sollen im JETZT leben, nicht in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit. Das ist eine ganz wertvolle Botschaft, aber aus meiner Sicht können wir die Gegenwart wirklich nur so richtig genießen, wenn wir die Vergangenheit gut abgeschlossen haben und die Zukunft – positiv erwartet – vor Augen. Das jetzt zu genießen, jeden Augenblick mitnehmen – den Tag, die Möglichkeiten zu nutzen – ist wertvoll. Wertvoll aber erst, wenn wir mit der Vergangenheit im Frieden leben und die Zukunft positiv erwarten. Denn dann können wir so leben, wie dieses Zitat ausdrückt:

„Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht, und das notwendigste Werk ist immer die Liebe.“
Meister Eckhart von Hochheim

Daher bieten solche Rückblicke immer auch die Chance zum Blick nach vorne – und genau dazu möchte ich Sie heute hier einladen: Nutzen Sie den Sommer, um eine Zeitreise von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft zu machen – egal wie alt Sie sind: das passt immer!! (wenngleich jüngere (d.h. unter 40) diesen Rückblick anders erleben und wahrnehmen)

Nutzen Sie die etwas ruhigere Zeit (also wenn sich die Fußballfreude gelegt haben wird, nachdem wir Weltmeister geworden sind ;o)) doch zu einem Blick nach vorne, zu einer Zeitreise in die Zukunft.
Ich arbeite in meinen Coachings immer gerne mit Visionen – nach dem Motto: Wie wünsche ich mir mein Leben in 2020? Und wenn Sie das malen oder als Collage kleben und alle Lebensbereiche durchspielen, dann wird das wie real. Und am besten stellen Sie das dann einer Freundin oder einem Freund, Ihrem Mann/Ihrer Frau oder wem auch immer vor!! Wichtig – Sie stellen es vor, als wenn Sie sich in dem Jahr befänden!! Und keine Einschränkungen im Sinne von vielleicht … Und Ihr Zuhörer oder Ihre Zuhörerin darf nur nachfragen – auf keinen Fall werten nach dem Motto: „Bist Du Dir sicher, dass ….?, Traust Du Dir das wirklich zu?“

Nach dieser Reise in die Zukunft werden Sie wissen, wohin Sie wollen und der Weg dorthin wird leichter sein als Sie denken.
Bestes Beispiel ist eine Coachee von mir, die in zwei Lebensbereichen großes vor hatte – Sinnbild für einen Lebensbereich war ein eigener Dienstwagen – damals objektiv betrachtet eine Schnapsidee – aber für in 10 Jahren…? Da ich Ihr immer wieder begegnete wusste ich nach 3 Jahren, dass sich ihre Vision für in 10 Jahren schon erfüllt hatte – jetzt durfte eine neue Vision her.

Zufall – Ausnahme – mögen Sie jetzt sagen? Nein, das ist kein Einzelfall und wer bei der Vision nicht die Schere im Kopf hat und sich diese immer wieder anschaut und vor Augen führt, wird diese Ziele erreichen. Probieren Sie es aus, der Sommer ist wunderbar um innezuhalten und nach vorne zu schauen und Wege zu finden, um das zu erreichen, was Sie sich wünschen!

"Menschen, die wollen, finden Wege - Menschen, die nicht wollen, finden Gründe."
Unbekannt

Ich wünsche Ihnen allen einen weiterhin wundervollen Sommer – und freue mich von Ihnen zu hören, wenn sich Ihre Visionen erfüllt haben.

Herzliche Grüße, Ihre

Marion Bredebusch

 

                                                                                                 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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