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"Pleine main j'ai recu
pleine main je donne.
"

(Aus vollen Händen habe ich empfangen,
mit vollen Händen gebe ich.)

Le Corbusier

 

Meine Philosophie wird durch das obige Zitat, aber auch durch folgende orientalische Geschichten deutlich:



Nur den Samen

Ein junger Mann betrat im Traum einen Laden. Hinter der Theke stand ein älterer Mann. Hastig fragte er ihn: „Was verkaufen Sie, mein Herr?“

Der Weise antwortete freundlich: „Alles, was Sie wollen!“

Der junge Mann begann begeistert aufzuzählen: „Dann hätte ich gerne die Welteinheit und den Weltfrieden, die Abschaffung von Vorurteilen, Beseitigung der Armut, mehr Einheit und Liebe zwischen den Religionen, gleiche Rechte für Mann und Frau und …. und ….!“

Da fiel ihr der Weise ins Wort: „Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich falsch verstanden. Wir verkaufen keine Früchte, wir verkaufen nur den Samen.“



Eine Geschichte auf dem Weg: Ins Wasser schauen

Jeder von uns hat wie das Wasser die Kraft, sich immer wieder zu erneuern!

Ein Schüler im alten Orient fragte einmal einen Weisen: „Du stehst nun schon so lange vor diesem Fluss und schaust ins Wasser. Was siehst Du denn da?“

Der Weise gab keine Antwort.

Er wandte den Blick nicht ab von dem unablässig strömenden Wasser. Endlich sprach er:


„Das Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen. Wohin es fließt, bringt es Leben und teilt sich aus an alle, die seiner bedürfen.

Es ist gütig und freigiebig.


Die Unebenheiten des Geländes versteht es auszugleichen:

Es ist gerecht.


Ohne zu zögern in seinem Lauf, stürzt es sich über Steilwände in die Tiefe.

Es ist mutig.


Seine Oberfläche ist glatt und ebenmäßig, aber es kann verborgene Tiefen bilden.

Es ist weise.


Felsen, die ihm im Lauf entgegenstehen, umfließt es.

Es ist verträglich.


Aber seine Kraft ist Tag und Nacht am Werk, das Hindernis zu beseitigen.

Es ist ausdauernd.


Wie viele Windungen es auf sich nehmen muss, niemals verliert es die Richtung zu seinem ewigen Ziel, dem Meer, aus dem Auge.

Es ist zielbewusst.


Und sooft es auch verunreinigt wird, bemüht es sich doch unablässig, wieder rein zu werden.

Es hat die Kraft, sich immer wieder zu erneuern.


Das alles“, sagte der Weise, „ist es, warum ich auf das Wasser schaue. Es lehrt mich das rechte Leben.“

 

                                                                                                 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Andrea de Riz
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